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Allgemeine Vorschriften zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA)

Gefährdungsermittlung

Nach Art. 6 der Rahmenrichtlinie 89/391/EWG hat der Arbeitgeber die Verpflichtung, Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zu beurteilen. Dies setzt ein vorheriges Erkennen - also Ermitteln - der Gefahen voraus. Eine solche Analyse sollte beinhalten

Art und Umfang der Risiken,

Risikodauer

Risikowahrscheinlichkeit

Arbeitsbedingungen der zu schützenden Person und

ihre persönliche Konstitution.

Gefährdungsermittlung 

In der Richtlinie 89/686/EWG sind grundlegende und für alle persönlichen Schutzausrüstungen allgemein gültige Anforderungen festgelegt. Diese müssen u.a. konzipiert und hergestellt werden, dass der Benutzer die mit Risiken verbundene Tätigkeit normal ausüben kann und dabei über einen möglichst hohen Schutz verfügt. Die PSA dürfen auch keine Gefahren und Störungen verursachen.

PSA - Kategorien 

Um den verschiedenen Anforderungen an die PSA gerecht zu werden, wurden 3 Kategorien geschaffen.

Kategorie 1 

Schutz gegen “geringe Risiken”. Die persönlichen Schutzausrüstungen sind für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz weitgehend unbedeutend. EG-Konformitätserklärung durch den Hersteller und Anbringung der CE-Konformitätskennzeichnung.

Kategorie 2 

Schutz gegen “mittelschwere Risiken”, die nicht den Kategorien 1 und 3 entsprechen. EG-Konformitätserklärung durch den Hersteller und Anbringung der CE-Konformitätskennzeichnung. Antrag des Herstellers an ein zur Durchführung der EG-Baumusterprüfung zugelassenes Prüfinstitut. Nach positiv durchgeführter Prüfung, Ausstellung der EG-Baumusterbescheinigung.

Kategorie 3 

Schutz gegen “hohe Risiken”, d.h. Schutz vor tödlichen Gefahren oder ernsten irreversiblen Gesundheitsschäden. EG-Konformitätserklärung durch den Hersteller und Anbringung der CE-Konformitätskennzeichnung. Antrag des Herstellers an ein zur Durchführung der EG-Baumusterprüfung zugelassenes Prüfinstitut. Nach positiv durchgeführter Prüfung, Ausstellung der EG-Baumusterbescheinigung. Zusätzliche Kontrolle der fertigen persönlichen Schutzausrüstungen entweder durch

- EG-Qualitätssicherung für das Endprodukt oder

- EG-Qualitätssicherungssystem mit Überwachung (ISO 9000 ff) durch ein zugelassenes Prüfinstitut.

Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung 

Entsprechend der Rahmenrichtlinie 89/391/EWG und der Benutzungsrichtlinie 89/656/EWG ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitnehmern die zur Sicherheit erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen kostenlos zur Verfügung zu stellen, sofern es nicht möglich ist, alle an einem Arbeitsplatz möglicherweise auftretenden Gefahren durch betriebstechnische oder organisatorische Maßnahmen auszuschalten.

 

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