Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Sicherheitsschuhe und Kleidung direkt vom Hersteller
Versand innerhalb von 24h
Kostenloser Versand ab 50€*
Bequemer Kauf auf Rechnung*
Top Shop 2025 und 2026 (COMPUTER BILD)
Beratungstelefon: 02272/40929-0
Sicherheitsschuhe mit dem Text S1?, S2?, S3?

Was bedeutet S1, S2, S3 bei Sicherheitsschuhen? Alle Schutzklassen bis S7 erklärt

Jendrik Pätsch
01.02.2023
Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026
Kurz erklärt: Die Kürzel S1 bis S7 zeigen, welchen Schutz ein Sicherheitsschuh nach EN ISO 20345:2022 bietet. Alle Klassen haben eine geprüfte Zehenschutzkappe. S1 ergänzt einen geschlossenen Fersenbereich und eine antistatische Sohle, S1P zusätzlich eine durchtrittsichere Sohle, S2 Schutz gegen Nässe am Oberteil. S3 vereint beides und hat eine Profilsohle. S4 und S5 sind Stiefel aus Gummi oder Kunststoff, S6 und S7 komplett wasserdichte Varianten von S2 und S3.

Alle Schutzklassen im Überblick

KlasseSchutzTypischer EinsatzBei Alpha-Tex
SBZehenschutzkappe (200 Joule), GrundanforderungenSonderformen, zum Beispiel Pantolettenkeine eigene Kategorie
S1SB plus geschlossener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahme im Fersenbereichtrockene InnenbereicheS1-Sicherheitsschuhe
S1P / S1PL / S1PSS1 plus durchtrittsichere Sohle (S1P: Zwischensohle aus Stahl, S1PL und S1PS: metallfreie Brandsohle, zum Beispiel aus Kevlar)Lager, Logistik, ProduktionS1P-Sicherheitsschuhe
S2S1 plus Schutz gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme des Oberteilsfeuchte Innenbereiche ohne Durchtrittsgefahralle Sicherheitsschuhe
S3 / S3L / S3SS2 plus durchtrittsichere Sohle und ProfilsohleBaustelle, Außenbereich, HandwerkS3, S3S
S4Stiefel komplett aus Gummi oder Kunststoff, antistatisch, Energieaufnahme im Fersenbereichnasse Bereiche, Lebensmittel, ReinigungS4-Sicherheitsschuhe
S5S4 plus durchtrittsichere Sohle und ProfilsohleBau und Landwirtschaft bei NässeS5-Sicherheitsschuhe
S6S2, der ganze Schuh auf Wasserdichtigkeit geprüftlängere Arbeit bei Nässekeine eigene Kategorie
S7 / S7L / S7SS3, der ganze Schuh auf Wasserdichtigkeit geprüftdauerhaft nasse AußenbereicheS7-Sicherheitsschuhe
Seit der Fassung 2022 ist Rutschhemmung eine Grundanforderung, der Zusatztest auf Fliesen wird mit SR gekennzeichnet. Kraftstoffbeständigkeit ist ein Zusatz und wird mit FO gekennzeichnet.

Zuerst müssen wir klären, was in erster Linie Sicherheitsschuhe sind. Sicherheitsschuhe sind zum Beispiel Sicherheitshalbschuhe und Sicherheitsstiefel, die als Schutzkleidung eingesetzt werden. Vorgeschrieben werden diese zum Beispiel von der Berufsgenossenschaft, in der Industrie, im Bauwesen und im Garten- und Landschaftsbau sowie bei der Feuerwehr. Aber auch im Technischen Hilfswerk, in Küchen und Krankenhäusern, überall wo eine Gesundheitsgefährdung für den Fuß vorliegt.
Damit Berufsschuhe zu Sicherheitsschuhen werden, brauchen sie eine bestimmte Ausstattung. Unsere Sicherheitsschuhe sind nach der Norm EN ISO 20345 baumustergeprüft, aktueller Standard ist die Fassung EN ISO 20345:2022.

Sicherheitsschuhe S1

Sicherheitsschuhe S1 (das „S“ steht für Sicherheitskategorie) müssen mit einer Zehenschutzkappe ausgestattet sein, die einer Energie von mindestens 200 Joule standhält. Zudem brauchen die Sicherheitsschuhe eine antistatische Sohle. Ein geschlossener Fersenbereich ist eine weitere Voraussetzung.
Sicherheitsschuhe, die mit einem „SB“ gekennzeichnet sind, verfügen ebenfalls über eine Zehenschutzkappe, haben aber keinen geschlossenen Fersenbereich, zum Beispiel Pantoletten für Alten- und Krankenpfleger.
Passende Modelle finden Sie unter S1-Sicherheitsschuhe, zum Beispiel den Sicherheitsschuh BLACK S1PL SR.

Sicherheitsschuhe S1P

Sicherheitsschuhe S1P sind aktuell sehr modern. Sie lassen sich sportiv fertigen und sehen fast aus wie Sportschuhe oder Sneaker, auch auf den zweiten Blick nicht wie Sicherheitsschuhe. Durch die verwendeten Materialien (meist komplett metallfrei) sind sie zudem sehr leicht und dadurch sehr komfortabel.
Sicherheitsschuhe S1P sind wie auch Sicherheitsschuhe S3 neben der Zehenschutzkappe durchtrittsicher. Bei klassischen Modellen sorgt dafür eine Zwischensohle aus Stahl. Bei metallfreien Modellen übernimmt das die Brandsohle: Sie besteht heute aus Kevlar statt wie früher aus Filz und ist selbst durchtrittsicher. Das hält das Gewicht gering und macht den Schuh flexibler. Die Zehenschutzkappe kann je nach Modell aus Stahl oder Kunststoff bestehen.
Seit der Fassung 2022 wird zusätzlich gekennzeichnet, woraus der Durchtrittschutz besteht: S1P steht für eine Zwischensohle aus Stahl, S1PL und S1PS für eine metallfreie durchtrittsichere Brandsohle, geprüft mit einem 4,5 mm (S1PL) beziehungsweise 3,0 mm (S1PS) dicken Prüfnagel.
Passende Modelle finden Sie unter S1P-Sicherheitsschuhe, zum Beispiel den Halbschuh MAINZ S1P oder den ESD Sicherheitsschuh SKY S1PL SR.

Sicherheitsschuhe S2

Sicherheitsschuhe S2 verfügen über eine Zehenschutzkappe und ein Oberteil, das gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme geprüft ist. Komplett wasserdicht ist erst ein Schuh der Klasse S6. Eine eigene S2-Kategorie führen wir nicht, die Modelle finden Sie in der Hauptkategorie Sicherheitsschuhe.
Wird der Schuh ganz aus polymerem Material hergestellt (Gummistiefel), hat dieser die Schutzklasse S4.

Sicherheitsschuhe S3

Sicherheitsschuhe S3 haben eine Zehenschutzkappe, sind durchtrittsicher und wasserdurchtrittsicher. Zudem sind sie mit einer antistatischen, rutschhemmenden Laufsohle ausgestattet. Die Laufsohle weist eine stärkere Profilierung auf als zum Beispiel bei Sicherheitsschuhen S1P. Häufig findet dieser Schuh seinen Einsatz als Baustellenschuh.
Wird dieser Schuh wiederum ganz aus polymerem Material hergestellt (Gummistiefel), hat dieser die Schutzklasse S5.
Wie bei S1P wird auch hier der Durchtrittschutz genauer gekennzeichnet: S3 steht für eine Zwischensohle aus Stahl, S3L für eine metallfreie Brandsohle mit 4,5-mm-Prüfnagel, S3S für eine metallfreie Brandsohle mit 3,0-mm-Prüfnagel. Alle drei erfüllen die Anforderungen der Klasse S3.
Passende Modelle finden Sie unter S3-Sicherheitsschuhe, zum Beispiel den Sicherheitsschuh S3 BREMEN oder den Sicherheitsschuh HAMBURG S3. Metallfreie Modelle in S3S sind zum Beispiel der ESD Sicherheitsschuh JAZZ S3S FO SR oder der ESD Sicherheitsschuh KALAHARI S3S SR.

Sicherheitsschuhe S4

Sicherheitsschuhe der Kategorie S4 erfüllen bestimmte Eigenschaften, um den Träger vor Verletzungen am Arbeitsplatz zu schützen, und bestehen komplett aus Gummi oder Kunststoff wie PVC, PU oder Nitril.
Wasserdicht: S4-Sicherheitsschuhe sind wasserdicht und schützen die Füße des Trägers vor Nässe, Feuchtigkeit und anderen Flüssigkeiten.
Antistatisch: S4-Sicherheitsschuhe sind antistatisch, was bedeutet, dass sie den Aufbau von elektrostatischer Ladung verhindern. Dies ist besonders wichtig in Arbeitsumgebungen, in denen es zu Explosionen oder Bränden kommen kann.
Stahlkappe: Unsere PVC-Stiefel S4 haben eine Stahlkappe, die die Zehen des Trägers vor schweren Gegenständen schützt, die auf den Fuß fallen oder gegen ihn stoßen können.
Kraftstoffbeständig: Seit der Fassung 2022 ist die Beständigkeit gegen Kraftstoff keine Grundanforderung mehr. Stiefel, die sie erfüllen, tragen den Zusatz FO.
Passende Modelle finden Sie unter S4-Sicherheitsschuhe, zum Beispiel den PVC-Stiefel S4.

Sicherheitsschuhe S5

Sicherheitsschuhe der Kategorie S5 erfüllen noch höhere Anforderungen als S4-Sicherheitsschuhe und bieten einen noch umfassenderen Schutz für den Träger. Wie S4-Sicherheitsschuhe sind Schuhe der Kategorie S5 wasserdicht und antistatisch, unsere PVC-Stiefel haben eine Stahlkappe. Zusätzlich gefordert sind:
Profilierte Sohle: Die Schuhe haben eine profilierte Sohle, die eine gute Traktion auf rutschigen Oberflächen bietet und so das Sturzrisiko reduziert.
Durchtrittsicherheit: Diese Schuhe verfügen über eine durchtrittsichere Sohle, die verhindert, dass scharfe Gegenstände wie Nägel oder Glassplitter durch die Sohle dringen und den Fuß verletzen können.
Passende Modelle finden Sie unter S5-Sicherheitsschuhe, zum Beispiel den PVC-Stiefel S5.

Sicherheitsschuhe S6 und S7

Mit der Fassung EN ISO 20345:2022 sind zwei neue Klassen für wasserdichte Schuhe hinzugekommen. Sie ersetzen die frühere Zusatzkennzeichnung WR. S6 entspricht einem S2, bei dem der ganze Schuh auf Wasserdichtigkeit geprüft ist. Sicherheitsschuhe S7 entsprechen einem S3 mit dieser Prüfung und sind damit die richtige Wahl für dauerhaft nasse Außenbereiche. Anders als S4 und S5 sind es keine Gummistiefel, sondern normale Halbschuhe und Stiefel.

Normen und Fassung 2022

Diese Regelungen stammen aus der europäischen Norm EN ISO 20345, nach der unsere Sicherheitsschuhe baumustergeprüft sind. Aktueller Alpha-Tex Standard ist die Fassung EN ISO 20345:2022. Die Norm gilt in den Fassungen 2011 und 2022, dazu kamen 2024 Zusätze. Schuhe, die nach einer Änderung produziert werden, folgen jeweils der neuesten Fassung.
Zwei Punkte haben sich mit der Fassung 2022 zusätzlich geändert: Die Kürzel SRA, SRB und SRC sind weggefallen, Rutschhemmung ist jetzt Grundanforderung. Ein freiwilliger Zusatztest auf Fliesen mit Glycerin wird mit SR gekennzeichnet. Die Kraftstoffbeständigkeit ist keine Grundanforderung mehr und wird mit FO gekennzeichnet.

Weitere Normen:
EN ISO 20344: Grundanforderungen und Prüfverfahren für Berufs-, Schutz- und Sicherheitsschuhe.
EN ISO 20345: Sicherheitsschuhe mit Zehenschutzkappen für hohe Belastungen, deren Schutzwirkung mit einer Energie von 200 Joule geprüft wird (Kurzbezeichnung S).
EN ISO 20346: Schutzschuhe mit Zehenschutzkappen für mittlere Belastungen, deren Schutzwirkung mit einer Energie von 100 Joule geprüft wird (Kurzbezeichnung P).
EN ISO 20347: Berufsschuhe ohne Zehenschutzkappen. Wenn eine Kappe vorhanden ist, werden keine Anforderungen an sie gestellt (Kurzbezeichnung O).

Alle Neuerungen der Fassung 2022 im Detail finden Sie in unserem Beitrag zur Sicherheitsschuh-Norm EN ISO 20345:2022.

Häufige Fragen zu Schutzklassen

Was bedeutet S1 bei Sicherheitsschuhen?

S1 ist die Grundschutzklasse für Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345. Ein S1-Schuh hat eine mit 200 Joule geprüfte Zehenschutzkappe, einen geschlossenen Fersenbereich, eine antistatische Sohle und Energieaufnahme im Fersenbereich. Er eignet sich für trockene Arbeitsbereiche ohne spitze Gegenstände am Boden.

Was ist der Unterschied zwischen S1 und S1P?

S1P hat alles, was S1 hat, und ist zusätzlich durchtrittsicher. Seit der Fassung 2022 zeigt das Kürzel das Material: S1P steht für eine Zwischensohle aus Stahl, S1PL und S1PS für eine metallfreie durchtrittsichere Brandsohle, zum Beispiel aus Kevlar, geprüft mit einem 4,5 mm beziehungsweise 3,0 mm dicken Prüfnagel.

Was ist besser, S2 oder S3?

Das hängt vom Einsatz ab. S2 schützt zusätzlich zu S1 gegen Nässe am Oberteil. S3 ist außerdem durchtrittsicher und hat eine Profilsohle. Wer im Freien oder auf Baustellen mit Nägeln und Nässe arbeitet, braucht in der Regel S3.

Was ist der Unterschied zwischen S3 und S3S?

S3, S3L und S3S erfüllen alle die Klasse S3. Sie unterscheiden sich nur darin, wie die Durchtrittsicherheit entsteht: S3 hat eine Zwischensohle aus Stahl, S3L und S3S eine metallfreie durchtrittsichere Brandsohle, zum Beispiel aus Kevlar, geprüft mit einem 4,5 mm beziehungsweise 3,0 mm dicken Prüfnagel. Metallfreie Modelle sind meist leichter und flexibler.

Was ist der Unterschied zwischen S3 und S7?

S7 baut auf S3 auf. Zusätzlich ist bei S7 der ganze Schuh auf Wasserdichtigkeit geprüft, nicht nur das Oberteil. S7 ersetzt die frühere Kennzeichnung S3 mit WR und eignet sich für dauerhaft nasse Außenbereiche.

Was bedeutet S5 bei Sicherheitsschuhen?

S5 ist die Schutzklasse für Sicherheitsstiefel komplett aus Gummi oder Kunststoff, zum Beispiel PVC-Stiefel. Sie entspricht S4, ist zusätzlich durchtrittsicher und hat eine Profilsohle.

Wann muss man S3-Schuhe tragen?

Welche Schutzklasse nötig ist, legt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung fest. S3 wird typischerweise dort verlangt, wo spitze Gegenstände am Boden liegen und Nässe auftritt, zum Beispiel auf Baustellen, im Garten- und Landschaftsbau oder im Außenlager.

Muss der Arbeitgeber Sicherheitsschuhe bezahlen?

Ja, wenn Sicherheitsschuhe laut Gefährdungsbeurteilung nötig sind. Der Arbeitgeber muss sie stellen, und nach § 3 Abs. 3 Arbeitsschutzgesetz darf er die Kosten für Maßnahmen des Arbeitsschutzes nicht den Beschäftigten auferlegen.

Sollten Sie jetzt noch Fragen zu Normen und Vorgaben haben, sprechen Sie uns einfach an.